Eigentlich wollte ich an diesem Vormittag nur eine ruhige Runde durch den Friedenspark drehen. Die Sonne schien, die Vögel zwitscherten, und auf den Wegen waren einige Spaziergänger unterwegs. Doch schon von Weitem hörte ich fröhliche Stimmen, Musik und immer wieder lautes Anfeuern.
Neugierig ging ich näher heran.
Auf einer großen Wiese hatten sich zahlreiche Kinder, Jugendliche und Erwachsene versammelt. Überall standen bunte Stationen mit Tiernamen. An einer Ecke liefen Schülerinnen und Schüler mit nassen Schwämmen hin und her, um möglichst viel Wasser in einen Eimer zu transportieren. An anderer Stelle versuchte eine Gruppe gemeinsam einen riesigen Ball durch einen Parcours zu bewegen. Wieder woanders wurden Holzklötze mit viel Geschick zu einem Turm gestapelt.
Was mich sofort beeindruckte: Niemand war allein unterwegs. Überall wurde miteinander gesprochen, gelacht, geholfen und angefeuert. Wer eine Aufgabe geschafft hatte, freute sich mit den anderen. Und wenn etwas nicht sofort gelang, wurde einfach ein neuer Versuch gestartet.
Besonders spannend war zu beobachten, wie unterschiedlich die Stationen waren. Manche forderten Kraft und Ausdauer. Andere verlangten Geschicklichkeit oder gute Zusammenarbeit. Beim Sprint gaben einige Kinder richtig Gas. Beim Zielwurf wurde konzentriert gezielt. Und beim Ausdauerlauf drehten die Teilnehmenden Runde um Runde über die Wiese.
Zwischendurch ertönte immer wieder ein Signal. Sofort machten sich die Klassen auf den Weg zur nächsten Station. Dabei schien jeder genau zu wissen, wohin es als Nächstes ging. Die Gruppen zogen mit ihren selbst gestalteten Klassenschildern durch den Park und verwandelten die Wiese in ein buntes und lebendiges Sportgelände.
Auch an die Pausen war gedacht. An einer kleinen Station konnten die Kinder verschnaufen, etwas trinken oder einen Snack genießen. Danach ging es meist mit neuer Energie zurück ins Geschehen.
Je länger ich zuschaute, desto deutlicher wurde mir: Hier ging es um weit mehr als Punkte oder Platzierungen. Natürlich wurde an den Stationen fleißig gesammelt, gemessen und gezählt. Doch im Mittelpunkt standen die Freude an Bewegung, das gemeinsame Erleben und das Miteinander.
Als sich die Veranstaltung langsam dem Ende näherte, sah ich viele rote Gesichter, müde Beine und gleichzeitig jede Menge strahlende Augen. Die Schülerinnen und Schüler hatten einen sportlichen Vormittag erlebt, an dem alle mitmachen konnten und jeder seinen Beitrag zum Erfolg der Gruppe leistete.
Auf meinem weiteren Spaziergang musste ich schmunzeln. Eigentlich hatte ich nur einen ruhigen Rundgang durch den Park geplant. Stattdessen durfte ich zufällig miterleben, wie aus einer gewöhnlichen Wiese für einige Stunden eine fröhliche Sportarena voller Teamgeist, Bewegung und Gemeinschaft wurde.
Infobox: Sportfest 2026
📍 Ort: Friedenspark Leipzig
🏃 Besonderheit: Sportstationen für Unter-, Mittel- und Oberstufen
🦫 Beispiele für Stationen: Zielwurf, Ausdauerlauf, Sprint, Wassertransport, Fröbelturm und Ball-Parcours
🤝 Im Mittelpunkt: Bewegung, Teamarbeit, Geschicklichkeit und gemeinsamer Spaß
🌞 Besonders schön: Die Klassen waren mit eigenen Schildern unterwegs und verwandelten den Park in ein buntes Sportgelände.